Die wichtigsten Artikel des Versailler Vertrages
(Soweit sie die Marine betrafen)

Art. 115

Die Befestigungen, militärischen Anlagen und Häfen der Insel Helgoland und der Düne sind unter Überwachung der alliierten Hauptregierungen von der deutschen Regierung auf eigene Kosten innerhalb einer von den genannten Regierungen festgesetzten Frist zu zerstören ... Deutschland darf weder diese Befestigungen noch diese militärischen Anlagen wieder errichten, auch nicht diese Häfen wieder anlegen oder irgendein entsprechendes Werk künftig herstellen.

Art 130

... tritt Deutschland an China sämtlichen Gebäude, Ladestraßen und Landungsbrücken, Kasernen, Forts, Kriegswaffen und Kriegsmunition, Schiffe jeder Art Funksprechanlagen und sonstiges öffentliches, der deutschen Regierung gehörendes Eigentum ab, die in den deutschen Niederlassungen zu Tientsin und Hankau oder in anderen Teilen des chinesischen Gebiets gelegen sind oder sich befinden.

Art. 156

Deutschland verzichtet zugunsten Japans auf alle Rechte, Ansprüche und Vorrechte - insbesondere soweit sie auf das Gebiet von Kiautschou, die Eisenbahnen, die Gruben und Unterreseekabel Bezug haben - die Deutschland aufgrund seines Vertrages mit China vom 6. Man 1898 sowie durch alle sonstigen die Provinz Schantung betreffenden Abkommen erworben hat. .

Teil V, Bestimmungen über Landheer, Seemacht und Luftfahrt

Um die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Nationen zu ermöglichen, verpflichtet sich Deutschland, die im folgenden niedergelegten Bestimmungen über das Landheer, die Seemacht und die Luftfahrt genau innezuhalten.

Abschnitt II Bestimmungen über die Seemacht

Art. 181
Nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages dürfen die deutschen Seestreitkräfte in Dienst höchstens betragen:

6 Schlachtschiffe der Deutschland oder Lothringen-Klasse
6 Kleine Kreuzer
12 Zerstörer
12 Torpedoboote

oder eine gleiche Anzahl von Ersatzschiffen der im Artikel 190 vorgesehenen Bauart. Es darf kein Unterwasserfahrzeug darunter sein. Alle anderen Kriegsschiffe müssen, soweit nicht der gegenwärtige Vertrag ein anderes bestimmt, in Reserve gestellt oder Handelszwecken dienstbar gemacht werden,

Art. 182

Bis zur Beendigung der im Artikel 193 vorgesehenen Minenräumarbeiten hat Deutschland die von den Regelungen der allierten und assozierten Hauptmächte Izusetzende Anzahl Minenräumfahrzeuge in Dienst zu halten.

Art. 183

Nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages darf die gesamte Kopfstärke der deutschen Kriegsmarine, Offiziere und Personal aller Grade und Gattungen eingeschlossen, 15 000 Mann nicht übersteigen. In dieser Zahl ist die Besatzung der Flotte und die Mannschaft im Küstenverteidigungs-, Küstensignal-, Verwaltungs- und Landdienst inbegriffen. Die gesamte Kopfstärke an Offizieren und Deckoffizieren darf die Zahl 1500 nicht übersteigen. Binnen einer Frist von zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages ist das Personal, soweit seine Kopfstärke über die obige Zahl hinausgeht, zu demobilisieren. Ohne Anrechnung auf die oben festgesetzte Kopfstärke dürfen in Deutschland weder Manne- noch Heeresformationen noch Reserveverbände für einen mit der Marine zusammenhängenden Dienst gebildet werden.

Art. 184

Mit Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages verliert Deutschland das Eigentum an allen deutschen Überwasserkriegsschiffen, die sich außerhalb der deutschen Häfen befinden. Deutschland verzichtet auf alle Rechte an den genannten Schiffen. Schiffe, die in Ausführung der Bestimmungen des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 zur Zeit in den Häfen der alliierten und assoziierten Mächte interniert sind, werden für endgültig ausgeliefert erklärt.

Schiffe, die zur Zeit in neutralen Häfen interniert sind, sind dort an die Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte auszuliefern. Die deutsche Regierung hat bei Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages den neutralen Mächten entsprechende Mitteilungen zu machen,

Art. 185

Binnen zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages sind die nachstehend aufgeführten deutschen Überwasserkriegsschiffe den Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte in den durch diese Mächte zu bestimmenden alliierten Häfen auszuliefern. Die Schiffe müssen desarmiert sein, so wie es im Artikel XXIII des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 vorgesehen ist. Sie müssen aber ihre gesamte Artillerie an Bord haben.

Schlachtschiffe
OLDENBURG, THÜRINGEN, OSTFRIESLAND, HELGOLAND, POSEN, WESTFALEN, RHEINLAND, NASSAU.

Kleine Kreuzer
STETTIN, DANZIG, MÜNCHEN, LÜBECK, STRALSUND, AUGSBURG, KOLBERG, STUTTGART

und außerdem 42 moderne Zerstörer und 50 moderne Torpedoboote, die durch die Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte bezeichnet werden,

Art. 186

Mit Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages hat die deutsche Regierung unter Überwachung der Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte den Abbruch aller zur Zeit im Bau befindlichen deutschen Überwasserkriegsschiffe in die Wege zu leiten.

Art. 187

Die nachstehend aufgeführten deutschen Hilfskreuzer und Hilfskriegsschiffe werden desarmiert und wie Handelsschiffe behandelt

In neutralen Ländern internierte Schiffe:
Berlin, Santa Fé, Seydlitz, York

Schiffe in deutschen Häfen
Ammon, Answald, Bosnia, Cordoba Cassel, Dania, Rio Negro, Rio Pardo. Santa Cruz, Schwaben, Solingen, Steigerwald, Franken Gundomar, Fürst Bülow, Gertrud, Kigoma, Rugla, Santa Elena, Schleswig, Möwe, Sierra Ventana, Chemnitz, Emil Georg von Strauß, Habsburg, Meteor, Waltraute, Scharnhorst

Art. 118

Nach Ablauf einer Frist von einem Monat nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages müssen alle deutschen Unterseeboote ebenso wie die Hebeschiffe und Docks für Unterseeboote einschließlich des Druckdocks den alliierten und assoziierten Hauptmächten ausgeliefert sein. Diejenigen dieser Unterseeboote, Schiffe und Docks, die nach Ansicht der genannten Regierungen imstande sind, mit eigener Kraft zu fahren oder geschleppt zu werden, sind von der deutschen Regierung in die hierfür bezeichneten Häfen der alliierten Länder zu überführen. Die anderen Unterseeboote, sowie die im Bau befindlichen hat die deutsche Regierung unter Aufsicht der genannten Regierungen vollständig abbrechen zu lassen. Der Abbruch muß spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages vollendet sein.

Art. 189

Alle Gegenstände, Maschinen und Materialien, die von dem Abbruch der deutschen Kriegsschiffe jeder Art Überwasserschiffe oder Unterseeboote herrühren, dürfen nur zu rein gewerblichen oder reinen Handelszwecken Verwendung finden. An das Ausland dürfen sie weder verkauft noch abgetreten werden.

Art. 190

Es ist Deutschland untersagt irgendwelche Kriegsschiffe zu bauen oder zu erwerben, es sei denn zum Ersatz der durch den gegenwärtigen Vertrag (Art. 181) vorgesehenen in Dienst gestellten Einheiten. Die vorerwähnten Ersatzbauten dürfen keine größere Wasserverdrängung haben als

10 000 Tonnen für die Schlachtschiffe,

6 000 Tonnen für die kleinen Kreuzer

800 Tonnen für die Zerstörer

200 Tonnen für die Torpedoboote.

Außer im Falle des Verlustes eines Schiffes dürfen die Einheiten der verschiedenen Klassen erst nach einem Zeitraum von

20 Jahren
für die Schlachtschiffe und Kreuzer

15 Jahren
für die Zerstörer und Torpedoboote,

gerechnet vom Stapellauf an, ersetzt werden.

Art. 191

Der Bau und Erwerb aller Unterwasserfahrzeuge, selbst zu Handelszwecken, ist Deutschland untersagt.

Art. 192

Die in Dienst gestellten deutschen Kriegsschiffe dürfen nur die durch die alliierten und assozilerten Hauptmächte festgesetzten Mengen an Waffen, Munition und Kriegsmaterial an Bord oder in Reserve haben. Binnen eines Monats nach Festsetzung obiger Mengen sind die Bestände an Waffen, Munition und Kriegsmaterial jeder Art, einschließlich Minen und Torpedos, die sich zur Zeit in den Händen der deutschen Regierung befinden und die über die erwähnten Mengen hinausgehen, den Regierungen der genannten Mächte an den von ihnen bezeichneten Ort auszuliefern. Sie werden zerstört oder unbrauchbar gemacht. Irgendwelche anderen Vorräte, Lager oder Reserven von Waffen, Munition oder Seekriegsmaterial jeder Art sind unstatthaft. Auch die Herstellung der genannten Gegenstände auf deutschen Boden für fremde Länder oder ihre Ausfuhr dorthin ist verboten.

Art. 193

Mit Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages hat Deutschland unverzüglich die Räumung der Minen innerhalb folgender Zonen der Nordsee östlich von 4° 00' östlicher Länge von Greenwich in die Wege zu leiten:

1. zwischen 53° 00' und 59° 00' nördlicher Breite
2. nördlich von 60° 30' nördlicher Breite

Deutschland hat diese Zonen frei von Minen zu halten. Deutschland hat ebenso diejenigen Zonen der Ostsee, die ihm späterhin durch die Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte bezeichnet werden, von Minen zu säubern und freizuhalten.

Art. 194

Das Personal der deutschen Marine darf sich ausschließlich im Wege freiwilliger Verpflichtung, und zwar bei Offizieren und Deckoffizieren für die Dauer von mindestens 25, bei Unteroffizieren und Mannschaften mindestens 12 aufeinanderfolgenden Jahren ergänzen. Die Zahl der Neueinstellungen als Ersatz für Personal, das aus irgendeinem Grunde vor Ablauf der Verpflichtungszeit aus dem Dienst ausscheidet darf 5 vom Hundert jährlich der gesamten in diesem Abschnitte (Art. 183) vorgesehenen Kopfstärken nicht übersteigen. Das Personal, das aus dem Dienst der Kriegsmarine ausscheidet, darf keine Art militärischer Ausbildung erhalten und keinen Dienst, weder in der Flotte, noch im Heer, wieder annehmen. Die Offiziere, die der deutschen Kriegsmarine angehören und nicht demobilisiert werden, müssen sich verpflichten, ihren Dienst bis zum Alter von 45 Jahren fortzusetzen, es sei denn, daß sie den Dienst aus berechtigten Gründen verlasssen. Kein Offizier oder Mann der Handelsmarine darf irgendwelche militärische Ausbildung erhalten.

Art. 195

Damit allen Nationen völlig freier Zutritt zur Ostsee gesichert wird, darf Deutschland in der Zone zwischen 55° 27' und 54° 00' nördlicher Breite und 9° 00´ und 16° 00' östlicher Länge von Greenwich keine Befestigungen anlegen und keine die Seewege zwischen Nordsee und Ostsee beherrschenden Geschütze aufstellen. Die Befestigungen, die zur Zeit in dieser Zone vorhanden sind, sind zu schleifen und die Geschütze unter Aufsicht der alliierten Mächte und in den von ihnen festgesetzten Fristen zu entfernen. Die deutsche Regierung hat den Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte alle zur Zeit in ihrem Besitz befindlichen Unterlagen über das Fahrwasser der Fahrrinne nebst angrenzen Gewässern zwischen Nordsee und Ostsee vollständig zur Verfügung zu stellen.

Art. 196

Alle befestigten Werke und Anlagen und festen Seeplätze, die nicht im Abschnitt XIII (Helgoland) Teil 111 (Politische Bestimmungen über Europa) und im Artikel 195 erwähnt sind und entweder weniger als 50 km von der deutschen Küste oder auf den deutschen Inseln vor der Küste liegen, gelten als zur Verteidigung bestimmt und dürfen in ihrem gegenwärtigen Zustande bleiben. In dieser Zone darf keine neue Befestigung errichtet werden. Die Bestückung dieser Werke darf an Zahl und Kaliber der Geschütze niemals die bei Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages vorhandene übersteigen. Die deutsche Regierung hat unverzüglich deren Zusammensetzungen allen europäischen Regierungen mitzuteilen. Nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages wird die Ausstattung dieser Geschütze mit Munition auf höchstens 1500 Schuß je Geschütz von Kaliber 10,5 cm und darunter und auf 500 Schuß je Geschütz für die größeren Kaliber zurückgeführt und auf diesem Satz erhalten.

Art. 197

Während einer Frist von drei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages dürfen die deutschen drahtlosen Großstationen von Nauen, Hannover und Berlin ohne Ermächtigung der Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte nicht dazu verwendet werden, um Nachrichten über Angelegenheiten der Seemacht, des Heeres oder der Politik zu übermitteln, die für Deutschland oder die mit Deutschland während des Krieges verbündet gewesenen Mächte von Belang sind. Handelsdrahtungen dürfen diese Stationen übermitteln, aber nur unter Überwachung der genannten Regierungen, die auch die zu benutzende Wellenlänge festsetzen. Während derselben Frist darf Deutschland weder auf seinem eigenen Gebiet, noch auf dem Österreichs, Ungarns, Bulgariens oder der Türkei drahtlose Großstationen errichten.

Abschnitt III Bestimmungen über die militärische und Seeluftfahrt

Art. 198

Deutschland darf Luftstreitkräfte weder zu Lande noch zu Wasser als Teil seines Heerwesens unterhalten ...

Art. 202

Mit Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages ist das ganze militärische und Marineluftfahrzeugmaterial ... den Regierungen der alliierten und assozilerten Hauptmächte auszuliefern ...

Abschnitt IV Interalliierte Überwachungsausschüsse

Art. 203

Alle Bestimmungen des gegenwärtigen Vertrages über Landheer, Seemacht und Luftfahrt, für deren Durchführung eine zeitliche Grenze festgesetzt ist, sind von Deutschland unter Überwachung interalliierter Ausschüsse durchzuführen, die zu diesem Zweck von den alliierten und assoziierten Hauptmächte besonders ernannt werden.

Art. 209

Der interalliierte Marineüberwachungsausschuß vertritt die Regierungen der alliierten und assoziierten Hauptmächte bei der deutschen Regierung in allem, was die Durchführung der Bestimmungen über die Seemacht betrifft. Er ist namentlich dazu berufen, sich auf die Bauwerften zu begeben und den Abbruch der Schiffe zu überwachen, die sich dort im Bau befinden, die Auslieferung aller Überwasser- und Unterwasserfahrzeuge, Hebeschiffe, Docks sowie des Druckdocks entgegenzunehmen und die vorgesehenen Zerstörungen und Abbrüche zu überwachen. Die deutsche Regierung hat dem interalliierten Marineüberwachungsausschuß alle Auskünfte und Schriftstücke zu liefern, die er für nötig erachtet um sich über die vollständige Durchführung der Bestimmungen über die Seemacht zu vergewissern, namentlich die Pläne der Kriegsschiffe, die Zusammensetzung ihrer Bestückung, die Einzelheiten und die Modelle von Kanonen, Munition, Torpedos, Minen, Sprengstoffen und Apparaten für drahtlose Telegraphie, überhaupt von allem, was auf das Material für die Seekriegsführung Bezug hat, sowie alle Unterlagen, deren Inhalt gesetzliche, Verwaltungsbestimmungen oder interne Dienstvorschriften bilden.

Die wichtigsten die Seeschiffahrt betreffenden Bestimmungen

Anlage 111 zu den Wiedergutmachungsforderungen

§ 1:

Deutschland erkennt das Recht der alliierten und assoziierten Mächte auf Ersatz aller durch Kriegsereignisse verloren oder beschädigten Handelsschiffe und Fischereifahrzeuge, Tonne für Tonne (Bruttovermessung) und Klasse für Klasse an. Indes soll das vorstehend anerkannte Recht auf die deutschen Schiffe und Boote unter folgenden Bedingungen ausgeübt werden, obwohl der heute vorhandene Tonnengehalt der deutschen Schiffe und Boote hinter dem von den alliierten und assoziierten Mächten infolge des deutschen Angriffs verlorenen Tonnengehalt erheblich zurückbleibt: Die deutsche Regierung überträgt in ihrem Namen und mit verbindlicher Wirkung für und gegen alle anderen Beteiligten den alliierten und assoziierten Regierungen das Eigentum an allen den Reichsangehörigen gehörenden Handelsschiffen von 1600 Bruttoregistertonnen und darüber, ferner die Hälfte des Tonnengehaltes der Schiffe, deren Bruttotonnengehalt zwischen 1000 und 1600 Tonnen beträgt und je ein Viertel des Tonnengehaltes sowohl der Fischdampfer wie der anderen Fischereifahrzeuge.

§ 2:

Die deutsche Regierung hat binnen zwei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages alle im § 1 bezeichneten Schiffe und Boote dem Wiedergutmachungsausschuß auszuliefern.

§ 5:

Zur Ergänzung der teilweisen Wiedergutmachung verpflichtet sich Deutschland auf den deutschen Werften für Rechnung der alliierten und assoziierten Regierungen wie folgt Handelsschiffe bauen zu lassen:

a)
Binnen drei Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages gibt der Wiedergutmachungsausschuß der deutschen Regierung die Höhe des Tonnengehaltes bekannt, der in jedem der beiden folgenden Jahre auf den Werften in Bau zu geben ist; mit Ablauf der erwähnten drei Monate beginnt die Frist der zwei Jahre zu laufen.

b)
Binnen zwei Jahren nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages gibt der Wiedergutmachungsausschuß der deutschen Regierung die Höhe des Tonnengehaltes bekannt, die auf den Werften in jedem der drei Jahre in Bau zu geben ist, die der vorstehend erwähnten zweijährigen Frist folgen.

c)
Die Höhe des in Bau zu gebenden Tonnengehaltes darf zweihunderttausend Bruttotonnen für das Jahr nicht übersteigen.

Die genaue Bezeichnung der zu bauenden Schiffe, die Bau- und Lieferungsbedingungen, der vom Wiedergutmachungsausschuß in Rechnung zu stellende Preis für die Tonne und alle anderen auf die Bestellung, den Bau, die Lieferung der Schiffe sowie ihre Anrechnung bezüglichen Fragen werden von dem genannten Ausschuß geregelt.

 


[Willkommen] [Geschichte] [Versailler Vertrag] [Vertragsartikel]

Alle Angaben auf den Seiten dieser Webpräsenz sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Korrektheit. Wenn Sie Fehler endecken oder zusätzliche Informationen haben, dann senden Sie bitte eine Mail an den Webmaster. Die Angaben und Inhalte stammen aus verschiedenen Buchpublikationen, persönlichen Unterlagen und aus dem Internet.
Diese Website ist ein privates, nichtkommerzielles Projekt und versteht sich als ein Mittel der Berichterstattung über Vorgänge der Geschichte.

 Wolfgang Schilling   Waldseestraße 1    26871 Aschendorf
webmaster@deutschekriegsmarine.de

 

www.deutschekriegsmarine.de      www.admiralscheer.de