In der Silvesternacht auf das Jahr 1943 wartete Hitler auf die Nachricht, daß die deutschen Seestreitkräfte den Konvoi JW-51 B angegriffen und geschlagen hätten. Da jedoch der deutsche Verbandchef, Vizeamiral  Kummetz , strikte Funkstille hielt und nach dem Einlaufen in den Altafjord auch keine Fernschreibverbindung zustandekam blieb diese Meldung aus.
Hitler wurde zusehends zorniger über dieses Ausbleiben einer Meldung. Seine Wut  steigerte sich am Vormittag, als die britische Nachrichtenagentur Reuters einen Sieg der Seestreitkräfte Großbritanniens im Kampf um einen Rußlandgeleitzug meldete. Noch immer konnte die Seekriegsleitung keine Verbindung zu Kummetz  herstellen.
Nachmittags beorderte Hitler Vizeadmiral Kranke zu sich und eröffnete ihm in einem Wutausbruch, daß er den Beschluß gefasst habe die großen Kampfschiffe außer Dienst zu stellen und abzuwracken. Um die Einzelheiten  festzulegen beordert er den Großadmiral Raeder umgehend zu sich. Dieser läßt sich jedoch krank entschuldigen und traf erst fünf Tage später mit Hitler zusammen.
Am 6.Januar 1943 trafen Hitler und Raeder sich im Hauptquartier  "Wolfsschanze". Raeder, der sich auf dieses Treffen vorbereitet hatte und darauf hoffte, daß sich die Stimmung Hitlers beruhigte, mußte einen mehrstündigen Außbruch über sich ergehen lassen. Hitler bestand darauf, daß die  Kriegsmarine unfähig sei einen Sieg zu erringen. In einer Gegenüberstellung zum Heer und zur Luftwaffe wären die Marineeinheiten von mangeldem Einsatzwillen geprägt.
Da Raeder diesen Wutausbruch als Angriff auf seine Führung der  Marine ansah, bat er Hitler um seine Ablösung am 30.Januar und schlug als Nachfolger den Generaladmira Carls und den Befehlshaber der U-Boote Admiral Dönitz vor.
Hitler wählte Dönitz aus und bestellte ihn für den 25.01.1943 ins  Führerhauptquartier um ihm den 3-Punkte-Plan  über die Zukunft der Flotte zu unterbreiten.

  • Neubauten und Umbauten auf den großen Schiffen waren einzustellen.
  • Schlachtschiffe, Panzerschiffe, Schwere Kreuzer und Leichte Kreuzer sollten außer Dienst gestellt werden. Ausnahme: Einsatz zur Ausbildung
  • Verstärkung des U-Boot-Baus

Dönitz sollte einen Plan ausarbeiten wie die Befehle am besten umgesetzt werden konnten und diesen möglichst schnell vorlegen. Dieser wurde am 8.Februar vorgelegt. Schon in diesem Plan wurde vom Abwracken der Großkampfschiffe  abgesehen.
Am 26.Februar meldete Dönitz Hitler in einem Treffen, daß  der Schwere Kreuzer HIPPER sowie die Leichten Kreuzer LEIPZIG und KÖLN außer Dienst gestellt seien. Überraschenderweise machte der Großadmiral jedoch den  Vorschlag die Kampfgruppe um TIRPITZ und LÜTZOW in Nordnorwegen nicht etwa aufzulösen, sondern um die SCHARNHORST zu verstärken. Dieser Vorschlag stand im starken Gegensatz zu den Befehlen, die einen Monat zuvor ausgegeben wurden  und dementsprechen aggressiv fiel Hitlers Reaktion aus.
Letztendlich gelang es Dönitz jedoch die Argumente zu entkräften und die Flotte zu einem großen Teil in Dienst zu halten.
Die großen Schiffseinheiten sollten in  norwegischen Gewässern vor allem aber auch in der Ostsee noch so manchen Einsatz haben.